Tschechien – das Land der Burgen

Melnik

Melnik - die Burg mit der Propsteikirche

Melnik – die Burg mit der Propsteikirche

Eine echte Perle ist die mittelböhmische Stadt Mělník. Gelegen an dem Zusammenfluss von Moldau und Elbe. Verträumt thront die Burg Mělník auf einem mit Weinreben bedeckten Hügel über den beiden ineinander fließenden Gewässern. Melnik bietet eine schöne Altstadt und einen architektonisch interessanten Marktplatz. Die eigentliche Sehenswürdigkeit befindet sich von den Blicken der meisten Besucher verborgen – in der Gruft der Propsteikirche St. Peter und Paul (tschechisch Kostel svatého Petra a Pavla). In dieser Gruft (genannt Beinhaus) wurden seit dem Mittelalter die sterblichen Überreste aus den umliegenden Friedhöfen aufbewahrt. Besonders zur Zeit der großen Pestepidemien, wenn der Platz auf dem Friedhof rar wurde, wurden Gräber freigelegt und die Gebeine ins Beinhaus getragen. Aufbewahrt werden im Beinhaus Skelettteile von schätzungsweise 10.000 bis 15.000 Individuen.

Melnik - das Beinhaus

Melnik – das Beinhaus

 

 

Der Zutritt zum Beinhaus liegt etwas versteckt. Links vom Haupteingang führt eine schmale, unauffällig Treppe hinunter. Dort muss man Eintritt bezahlen. Ich weiß nicht mehr, wieviel. Vielleicht umgerechnet 2 Euro. Dann betritt man die Gebeinhalle und taucht in die Unterwelt ein. Ich weiß nicht, ob man dort fotografieren durfte. Ich tat es schnell, mit lautlosem Verschluss und ISO 3200. Alle Bilder sind im Halbdunkel, ohne Blitz und freihändig entstanden. Dank der Fujifilm X100T!

Im Reich der Toten: Eine Kulturgeschichte der Beinhäuser und Ossuarien

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