Reisebericht: Sächsische Schweiz

Bisher kannte ich die Sächsische Schweiz nur vom Desktophintergrund in Windows 7. Als eine steinerne Brücke, die sich nahtlos in die felszerklüftete Landschaft integriert. Die Basteibrücke. Ein inspirierendes Bild. Als ich zum Geburtstag eine zweitägige Reise in die Sächsische Schweiz bekam, habe ich mich entsprechend sehr gefreut.

Unser Hotel lag irgendwo in einem verschlafenen Örtchen Bad Schandau. Der Navi führte uns einen schmalen Pfad den Berg hinauf in den Ortsteil Ostrau. Der Weg endete in der Sackgasse ca. dreihundert Meter vor dem Ziel. Ohne Hilfe der Einheimischen wäre unsere Bleibe nur sehr schwer zu finden.

Unser Hotel hieß „Ostrauer Scheibe“, gelegen auf einem Bergplateau mit Aussicht auf den Berg Königstein am Horizont. Große Erwartungen habe ich an das 3-Sterne-Hotel nicht gestellt, wurde jedoch sehr positiv überrascht. Ein geräumig wirkendes zweistöckiges Haus im Jugendstil mit Fassadenelementen aus schwarz bemaltem Holz sah äußerlich sehr gepflegt aus. Ein großer Parkplatz direkt vor dem Eingang sorgte für kurze Wege mit schwerem Gepäck.

Dekorative Elemente im Entree verliehen dem Hotel eine Wohlfühlatmosphäre. Das Zimmer war etwas klein, jedoch sauber und gemütlich. Vom Balkon aus konnte man den Blick in scheinbar unendliche Ferne schweifen lassen. Das Highlight war der Sonnenuntergang am Königstein in einigen Dutzend Kilometer Entfernung.

Sehr schön fand ich das Restaurant. Sehr leckere Speisen, leckeres Bier, freundliches Personal, zusammengesetzt überwiegend aus jungen tschechischen Mädchen. Das Highlight des Ganzen war das Frühstücksbüffet: reichhaltiges Angebot, alles frisch zubereitet, einfach fürstlich!

Ausflüge

Für unsere Ausflüge hatten wir nur zwei Tage Zeit. Zudem war unser Zeitkontingent durch den aufkommenden Orkantief „Niklas“ noch weiter beschränkt. Das Hotel „Ostrauer Scheibe“ bietet zwar ein sich anbietendes Ausflugsziel zu den nahgelegenen „Schrammsteinen“. Jedoch kamen wir durch die holprigen Pfade mit unserem Kinderbuggy leider an sie nicht ran.

Am Tag darauf entschlossen wir uns für die Festung Königstein. Bei graubedecktem Himmel, aber vergleichsweise guter Sicht bot der Blick von der Festung einen imposanten Ausblick. Mein Lieblings-Schlechtwetterobjektiv Sigma 10-20 mm wertete die Fotos entsprechend auf. Ich denke, mit keinem anderen Objektiv in meinem Portfolio hätte ich diese Dramatik einfangen können. Am Nachmittag waren die ersten Ausläufer des Sturmtiefs schon da und es fing an zu regnen. Glücklicherweise hatten wir das meiste schon durch gehabt.

Ich fand die Gegend einfach toll. Man sollte für einen Urlaub in der Sächsischen Schweiz mehr Zeit mitnehmen. Es gibt einfach viel zu viel zu sehen. Gutes Wetter ist natürlich Voraussetzung  :)

Fototstrecke

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