Instagram – die ersten Erfahrungen

Nun nutze ich seit etwas mehr als einer Woche Instagram und habe da so meine Erfahrungen sammeln können. Ursprünglich wollte ich lediglich Handyfotos posten, wofür der Dienst ja eigentlich konzipiert ist. Ich merkte aber schnell, dass die erfolgreichsten User nicht mit Smartphone-, sondern mit Profi-DSLR-Fotos die meisten Follower sammeln konnten. Also, erstellte ich einen zweiten Account für ausschließlich mit Spiegelreflexkamera gemachten Fotos. Und in der Tat: Während ich mit Handy-Bildern nur neun Follower bis dato habe, konnte ich mit dem zweiten Account innerhalb von einigen Tagen 44 Abonnenten gewinnen.

Screenshot_Adobe Photoshop ExpressDie Instagram-Community ist sehr vielfältig: Angefangen von Teenagern und Hobbyknipsern, bis hin zu professionellen Fotografen und Produktpromotern – es ist alles dabei. Um die Bilder auffindbar zu machen, muss man sie mit sogenannten Hashtags (#) versehen, also verschlagworten. Ähnlich wie in anderen Bilddatenbanken. Die Hashtags sind wie die Suchbegriffe in Google unterschiedlich beliebt. Entsprechende Tags, die Liebe, Romantik und sonstige teenagerbezogene Themen abdecken, werden häufiger als andere eingegeben und solche Bilder auch eher gefunden. Viele Teenies, insbesondere hübsche Mädchen, ziehen mit qualitativ schlechten Selfies magisch Hunderte, Tausende Mitglieder an. Eine andere Kategorie von Teenagern posten allen möglichen Müll, die sie im Internet finden, oder Sprüche, die sie für weise halten. Noch eine Kategorie von „Fotografen“ posten fremde, preisgekrönte Fotos und Wallpaperbilder. Ob sie eine Erlaubnis dafür haben, ist fraglich. Selbstverständlich haben auch sie viele Follower. Und dann gibt es auch noch Spam, wie in fast allen anderen Internetbereichen auch. Nicht selten gibt es Userseiten von vermeintlichen jungen Mädchen mit einer Beschreibung wie:

Sandy, 19, zurzeit Single. Mehr über mich auf der Seite www.spamdatingseite.com.

Und dann gibt es natürlich auch noch echte Fotografen mit mäßigen, guten bis ausgezeichneten Fotos. Wer sein Handwerk gut versteht, baut sich mit der Zeit auch eine ersehnliche Community auf. Mal sehen, wie weit ich es bei Instagram bringen werde.

Was erklärt die große Popularität von Instagram? Zum einen das schnelle Posten von Bildern vom Smartphone aus – halt die Instant-Fotografie. Das ist aber längst nicht alles. Suchttreibend ist die Community mit den unterschiedlichsten Leuten aller Nationen und das Kassieren von Lob für die eigenen Fotos in Form von Likes. Dazu kommen noch die voyeuristische und die entsprechende exhibitionistische Komponente vieler Fotos. Die einen verschaffen sich gern einen Einblick in die Privatsphäre anderer Menschen, die anderen präsentieren sich gern. Nacktbilder sind bei Instagram zwar strikt verboten, dafür posten Männer und Frauen gern Bilder von ihren flachen Bäuchen und durchtrainierten Bikinikörpern, tiefen Ausschnitten und sonstigen aufreizenden Posings und Bodyparts. Hat mit eigentlicher Fotografie wenig zu tun, zieht aber viele Follower in ihren Bann.

Nachtrag #1

Den ersten Account mit Smartphonefotos werde ich löschen und nur einen behalten, wo ich alle Fotos poste. Die Verwaltung von einem Account ist einfach praktikabler. Der Zweitaccount, der ohnehin wenig erfolgreich war, erscheint mir unsinnig.

Nachtrag #2 – Geld mit Instagram verdienen

Was wäre Social Media, wenn nicht dahinter eine riesige Geldmaschine stünde? Instagram bietet einige Möglichkeiten an, Geld mit der Plattform zu verdienen, wenn auch keine direkte. Wenn Sie erfolgreich auf Instagram werden möchten, ist regelmäßiges Posting von hochwertigen Bildern unabdingbar. Nur so können Sie ohne Tricks eine nennenswerte Anzahl von Followern aufbauen. Echte Follower sind die Voraussetzung für einen kommerziellen Auftritt bei Instagram.

  • Wenn Sie regelmäßig schöne, kreative Aufnahmen posten, können Sie an echte, bezahlte Aufträge kommen. Interessant ist diese Möglichkeit für semiprofessionelle und professionelle Fotografen, die nach Verdienstmöglichkeiten durch ihr Handwerk suchen.
  • Die andere Möglichkeit, Ihren Auftritt zu monetarisieren besteht in der direkten Vermarktung bestimmter Markenprodukte. Sinnvollerweise ist hier eine thematische Nähe zum Produkt. Wenn Sie regelmäßig über Sportereignisse auf Instagram berichten, haben Sie eine Chance, Sponsoren für Markenturnschuhe oder ähnliche Sportbekleidung zu finden.

Ob man Produkte testet, gern verreist oder mit Leib und Seele einem anderen Hobby nachgeht, man kann, wenn man gute, interessante Fotos produziert, immer Sponsoren finden, die einem bei seinem Hobby finanziell unter die Arme greifen.

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